Beziehung und Vertrauen – eine Betrachtung

Posted 20 Jul 2010 — by Dom
Category Leben, Überlegungen

Kürzlich kam das Gespräch auf das Thema Vertrauen in einer Beziehung und irgendwie versuche ich seither meine Sicht der Dinge in Worte zu fassen:
Ich bin mir nicht sicher, ob ich zu pragmatisch denke, aber im Allgemeinen sind mir zweifelnde Selbstgespräche, ob ich meiner Partnerin auch wirklich vertrauen kann, fremd. Mag sein, dass es traurige Erfahrung oder auch Fokussierung auf mich selbst ist, aber irgendwann im Leben habe ich unter Tränen und Trauer feststellen müssen, dass man selbst mit Vorsicht, Eifersucht und einem gewissen Bauchgefühl einfach nichts an den Realitäten und deren Verlauf ändern kann. Das war der Punkt an dem ich beschlossen habe, mich vom Thema Zweifeln, Überlegen und Grübeln zu verabschieden, denn Fakt ist: Wer gehen will, geht, egal ob früher oder später. Und wer in einer Beziehung mit einem Seitensprung oder einer längeren Affäre liebäugelt wird auch das irgendwann tun, da kann der/die Partner/in noch so mißtrauisch sein – es passiert.

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Urlaub – der Versuch wieder den Ruhepol zu finden

Posted 03 Jul 2010 — by Dom
Category Familie, Leben

“Here we go again” hörte ich gestern noch zufällig im Radio und es passte: Freitag, 18:25 Uhr, der Arbeits- und die Arbeitswoche enden. Es endet aber auch die aktuelle Arbeitsperiode, denn es steht der erste Urlaub seit April 2009 an.
Seit zwei Wochen darf ich mich amtlicherweise auf eine Woche AIDA freuen. Ich darf, die Umsetzung liegt jetzt an mir. Seit drei Wochen ist meine Jobplanung darauf ausgerichtet, alles Notwendige erledigt zu haben bzw. Unkritisches verschoben zu haben.

So sitze ich jetzt in der Boarding-Lounge und versuche all die Anstrengungen, all die Anspannung hinter mir zu lassen und nach lange Zeit endlich mal wieder meinen Ruhepol zu finden. Das dürfte wichtig aber auch schwierig sein: Schwierig weil ich mich inzwischen in den letzten Jahren zusehends schlechter vom täglichen Wahnsinn trennen konnte und wichtig, da ich immer mehr selbst merke, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes gänzlich unentspannt bin.

Auch dieser Post ist so etwas wie eine Nachricht an mich selbst, dass ich jetzt im Leben und im Leben 2.0 einfach mal Erholungsurlaub machen muss. In diesem Sinne melde ich mich für die Tour durch das westliche Mittelmeer vom 03.07. bis 10.07. auf der AIDAvita ab.

Selbstversuch Public Viewing in einer größeren Arena- ein Fazit

Posted 14 Jun 2010 — by Dom
Category Allgemeines

Das Überraschendste war die Reaktion in meinem Umfeld “Nee, Du warst beim Public Viewing?”. Und wie sich leicht ableiten lässt: Ja ich war das erste Mal dort; hier mein Fazit daraus:

Die Idee war schnell geboren: Ein befreundetes Pärchen fragte uns, ob wir Lust hätten, uns das Eröffnungsspiel der deutschen Manschaft am 13.06.2010 auf einem Public Viewing anzuschauen. Da man ja alles mal ausprobieren soll, sagte ich zu. Und so stand ich in der KIA-Arena auf dem Rathenau-Platz in Frankfurt und schaute mir das Spiel an.

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Beziehung: Warum machen sich manche den Himmel zur Hölle?

Posted 04 Jun 2010 — by Dom
Category Leben

In den vergangenen Tagen durfte ich bei einigen bekannten Pärchen miterleben, wie man sich das Miteinander in einer Beziehung möglichst schnell zur Hölle umstricken kann. Seither arbeitet es in mir und ich frage mich, warum Menschen so handeln und ob dieses Handeln mit seinen Resultaten beabsichtigt war, da die Resultate vorhersehbar waren.

Leider, und das stelle ich immer wieder fest, scheint es bei vielen Partnern in einer Beziehung eine fest gebuchte Option zu sein, alles Handeln und jede Reaktion des anderen Partners (ich stelle vereinfachend und nicht wertend nachfolgend immer nur auf  ”den Partner” ab) permanent zu verfolgen; sei es aus Unsicherheit, aus Vorsicht oder was auch immer. Sehr schön kann man solches Verhalten in freier Wildbahn erleben und recht schnell erkennen, dass in diesen Beziehungen mindestens einer von beiden permanent unter Anspannung steht. Einerseits muss dieser jene ja permanent jede verbale und jede non-verbale Regung verfolgen und sie dann auf die im Selbstbild (gefährlich!) wahrgenommenen eigenen Regungen projizieren, auf die der Partner ja regiert hat.  Anschließend muss dann die nächste, geplante Äußerung wieder bewertet und verbal und non-verbal so verpackt werden, damit sie zu den aus den Regungen des Partners zuvor antizipierten Wahrnehmungen auch kompatibel und abgestimmt ist.

Wahnsinn, wie?

Kein Wunder also, dass in solchen Konstellationen die Situation schnell eskalieren kann. Aber warum macht jemand so etwas? Ich unterstelle da jetzt einfach Dinge wie eigene Unsicherheit oder Vorsicht bzw. Mißtrauen und/oder Eifersucht. Doch bringt das einen Nutzen? Die eigene Unsicherheit damit kaschieren zu wollen ist schlichtweg Unsinn, denn das Verhalten ändert an den Ursachen nichts. Aber auch Vorsicht oder Eifersucht sind hier keine guten Gründe denn merke: Hat ein Partner kein Interesse an der Beziehung und/oder bereits  jemand anderen, dann geht er und aufhalten lässt er sich auch nicht. In der Summe also alles keine guten Ergebnisse, weshalb man also gestrost von vergeblicher Liebesmüh’ sprechen kann.

Was also tun?
Ich empfehle  klare und unverschnörkelte Ansagen: Wen einem etwas nicht passt, es aussprechen ohne zu attackieren aber mit der nötigen Selbstoffenbarung. Findet man etwas gut oder schön – auch aussprechen. Das erspart mühseliges Um-den-heißen-Brei-Reden und macht das Leben für beide Beteiligten einfacher. Und ganz nebenbei: Wenn man seinem Partner nicht vertraut, sollte man sich mit der Frage beschäftigen, ob die Beziehung überhaupt noch Sinn macht.

Wie Roland Koch den Generationenvertrag kündigt

Posted 23 Mai 2010 — by Dom
Category Gesellschaft

Für all die nachfolgenden Generationen: Es war Roland Koch, zu dieser Zeit hessischer Ministerpräsident, als er sich Mitte Mai 2010 daran begab, den Generationenvertrag, bis dahin eine feste Instanz in der CDU/CSU, aufzukündigen. Read More

Endlich wieder: Schiller in Offenbach

Posted 21 Mai 2010 — by Dom
Category Leben

Gestern abend war es endlich wieder soweit: Schiller live in concert am 18.05.2010 in der Stadthalle Offenbach. Vorsichtshalber hatten wir uns bereits im Februar 2010 die Eintrittskarten gesichert und seither zusehends auf diesen Abend gefreut.

Aus seinem inzwischen reichhaltigem Fundus hatte Christopher von Deyen alias Schiller eine angenehme Abfolge von schnellen, bewegenden und dann wieder ruhigen, entspannenden Tracks arrangiert und mischte für mein Empfinden sehr ansprechend neue Songs mit solchen aus den bisherigen Alben. Natürlich fehlten Highlights wie “Glockenspiel” oder “Irrlicht” oder auch das von Kim Sanders gesungene “Let me love you” hierbei nicht. Die Bühne war auch dieses Mail wieder ausgefeilter als beim letzten Konzert und war für mich schon allein wegen der Beweglichkeit der einzelnen Elemente recht ansprechend. Die Akustik war ein weiteres Mal ziemlich perfekt, vom Bass, der scheinbar die ganze Halle virbrieren ließ bis hin zum natürlich auch wieder wunderbar verwendeten Surroundsound. Insgesamt also erneut ein Hightlight für Augen, Ohren und die Seele zumal Schiller und seine Band mehr als zwei Stunden ohne Pause ihr Wellnessprogramm abspielten.

Das Publikum: Es ist nicht zu leugnen, Schiller wird mit jedem Album stets etwas mainstreamiger; Fluch oder Segen, das ist wohl Ansichtssache . Das Konzert vor sechs (?) Jahren im Capitol war klein und gemütlich, hatte eher Wohnzimmeratmosphäre. In Mainz war das ganze schon größer und entsprach etwa wieder Offenbacher Dimensionen. Allerdings wird das Publikum zusehends durchmischter: In Offenbach war es fast schon eine Atmosphäre wie unter Freunden, hier in Offenbach führte es zu so fragwürdigen Erlebnissen wie dem als Kim Sanders die Bühne betrat. Einige ältere Fans konnten sie erkennen und schrien laut deren Namen. Das wiederum führte bei weniger bewanderten Konzertfans neben uns zu der Frage “Wer ist Kim?”

Ich hoffe, dass sie es jetzt wissen. Ich persönlich genoss das Konzert in vollen Zügen und werde auch bei Möglichkeit jedes weitere sich ergebende Konzert wieder besuchen.

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