iLife’11 – Ein erstes Fazit

Vorgestern traf das sehnlichst erwartete iLIfe’11 bei mir ein. Erwartet? Nunja, die Vorfreude war bereits ein wenig eingetrübt; bereits am Wochenende tauchten Foren- und Blogbeiträge später dann auch ganz Meldungen von Problemen beim Update von iPhoto bis hin zu kompletten Verlusten der iPhoto-Datenbank auf und so machte sich erstmals bei mir als Mac-Nutzer ein flaues Gefühl im Magen breit. Da ich mich aber dennoch auf das neue iLife’11 freute machte ich mich also daran, das Update zu installieren.

1. Schritt: Backup
Erste Ansage aller Tipps&Tricks war: Mach ein Backup! Und das hat mich definitiv überrascht. Gibt es tatsächlich User, die eine komplette Fotosammlung ohne Backup auf dem Rechner liegen haben? Zwei Dinge fielen mir ein:

1. Vor rund zwei Jahren stand ich mit Lisa bei Gravis, weil ich ein neues Arbeitsspeicher-Modul brauchte. Am Servicedesk nebenan spielten sich dramatische Heulszenen ab, weil der Gravistechniker der jungen Dame klarmachen durfte, dass die Festplatte wohl gecrasht ist und die Daten mit aller Wahrscheinlichkeit hinüber sind. Auf die Frage nach einem Backup oder gar einer TimeCapsule schüttelte die Betroffene nur den Kopf und faselte etwas von 8.000 Fotos.
2. Der gute Matthias bloggte erst letztens wieder darüber, dass ein Backup in vielen Lebenslagen absolut hilfreich ist.

Nun gut, konstante Backups werden von TimeMachine bei mir seit geraumer auf die TimeCapsule geschrieben – von daher also kein Problem mit dem Backup. Was ich als Nutzer einer TimeCapsule allerdings bisher auch nicht wusste, war, wie komfortabel man direkt in iPhoto mit der Funktion „Backup durchsuchen“ direkt in die TimeMachine-Sicherung der iPhoto-Datenbank verwiesen wird.

2. Schritt: Rechte reparieren
Wurde nahezu überall vor dem Update empfohlen. Kost’ nix, habe ich also einfach mal laufen lassen.

3. Schritt: MOV-Files exportiert und aus iPhoto gelöscht
Wurde auch in vielen Posts explizit erwähnt. Habe ich also brav abgearbeitet.

Ergebnis:
Die Installation nahm knappe 20 Minuten in Anspruch, die beim ersten Start von iPhoto laufende Umstellung und Aktualisierung der iPhoto-Datenbank dauerte mit meinen knapp 5.500 Bildern keine Minute. Danach sieht man zunächst ein iPhoto und fragt sich: „Ja und?“ Viele Neuerungen sind nicht sofort offensichtlich, sondern liegen etwas im Verborgenen. Hat man beispielsweise ein Foto durch iPhoto in Facebook veröffentlicht, so klickt man auf den Infoknopf und dann sieht man in der sich öffnenden Seitenleiste entsprechend wann man gepostet hat und eventuelle Kommentare dazu. Da ist ganz nett, viel netter finde ich die sich nun langsam verbreitende Vollbildfunktion – wenn man tatsächlich eine Weile mit iPhoto arbeiten will, um beispielsweise ein Fotobuch zu erstellen, dann ist das die perfekte Möglichkeit sich voll und ganz auf das Programm zu konzentrieren.

Auch die Funktion „Orte“ ist jetzt ansprechender und dank diverser Auswahlmenüs auch besser zu nutzen als bisher. Wie sich das Thema „Letterpress Card“ anlässt kann ich noch nicht sagen, da warte ich mal verheisungsvoll auf die erste Umsetzungsidee. Achso, die oben erwähnten MOV-Files: Natürlich habe ich nicht über das Schlagwort „Film“ selektiert und sondern bin manuell durch meine Fotos gedüst und habe, bin ja auch nur ein Mensch, vier MOV-Files übersehen. Aber auch diese wurden ohne Probleme übernommen und sind ohne Zutun abspielbar. Woher also die vielzitierten Probleme kommen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber wie gesagt, weshalb man kein Backup von seinen Fotos macht, bleibt mir auch schleierhaft.

Insgesamt, in iMovie habe ich bisher nur ganz kurz reingeschaut, sieht iLife’11 ganz ordentlich aus. Man sollte allerdings abwägen, ob man die neuen Funktionen tatsächlich so umfangreich nutzt, damit sich die Investition von 50 deutschen Euros lohnt. Wer natürlich wie ich etwas nerdig unterwegs ist, der installiert iLife’11 sowieso. In den Komponenten iDVD und iWeb hat sich soweit ich das erkennen kann, rein gar nichts getan.

Fazit:

Nett, man kann, ein Muss ist es nicht aber nicht.

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